Kooperation KiGa

 

Verantwortliche Lehrkraft: Frau Angele

 

Zugeordnete Tageseinrichtungen:

 

Städtischer Kindergarten Schleifhäusleweg
Evangelischer Kindergarten am Klosterberg
Städtischer Kindergarten Schefenacker
Katholischer Kindergarten Knittlinger Steige
Kindergarten Rudolf Steiner e.V.
Evangelischer Kindergarten Reutstraße (Schmie)

 

Gemäß der „Gemeinsamen Verwaltungsvorschrift des Kultus- und des Sozialministeriums über die Kooperation Kindertageseinrichtungen - Grundschulen" vom 01.08.2002 ist an der Schule am Silahopp Maulbronn Folgendes geplant:

 

„Übergeordnetes Ziel der Kooperation ist es, dass der Übergang von der Tageseinrichtung in die Schule für jedes Kind gelingt."

Inhalte und Organisation der Kooperation sind den örtlichen Verhältnissen Maulbronns angepasst: 6 Kindergärten mit 7 Gruppen (Zahl der „Vorschulkinder und „Vor-Vor-Schulkinder" war zum Abgabetermin noch nicht bekannt) werden im zeitlichen Umfang von nur 1 Kooperations-Deputatsstunde wöchentlich erfasst.
Zusätzlich zur Kooperationslehrkraft gehen 3 weitere Lehrkräfte (Frau Huss, Frau Baum, Frau Hauser) ohne Anrechnung in die Kindergärten.

Um unter diesen Bedingungen das Ziel der Kooperation annähernd erreichen zu können, fächert sich das Kooperationsangebot in fünf wesentliche Teilbereiche auf:

 

1. Gespräche mit den Erzieherinnen,

in denen die 4-jährigen Kinder im Mittelpunkt stehen, ganz besonders Kinder mit erhöhtem Förderbedarf. Möglich sind je nach Situation versch. Beobachtungen in der Gruppe oder die Beratung über weitere Fördermöglichkeiten zum bestehenden Förderplan. Kooperationsfachkräfte aus anderen Schulen (z.B.Sprachheilschule...) können nach Absprache mit den Eltern hinzugezogen werden.

2. Besuch der Vorschulgruppen durch die Kooperationslehrerin
und weiterer Kolleginnen
(ggf. mit bestimmter (Beobachtungs-)Aufgabe durch die Erzieherin)

 

a) In einer Kleingruppe (höchstens 10 Kinder) stellt die Kooplehrerin den Kindern
verschiedene Aufgaben und beobachtet sie dabei hinsichtlich:

  • körperlichen Erfahrungen beim Bewegungsspiel /- lied , Fingerspiel, Schneiden, Malen...
  • Sprachentwicklung beim Erzählen in der Gruppe, Reimen od. rhythm. Sprechen...
  • Fähigkeit, zuhören und eine Aufgabenstellung verstehen und umsetzen können.
  • Denk- und Merkfähigkeit, z.B. durch Kimspiele...
  • Sozialverhalten, Umgang mit anderen Kindern, Verhalten in der Gruppe

b) Nachfolgendes Gespräch der Lehrerin mit der Erzieherin bzw. dem Team über:
den individuellen Entwicklungsstand und den evtl. Förderbedarf einzelner Kinder,
c) Fragen und Ziele im Hinblick auf einzelne Kinder, die Einschulung betreffend.
d) Bei Bedarf erstellt die Lehrerin zusammen mit den Erzieherinnen einen
Beobachtungsbogen, der die Entwicklung des Kindes bis zur Einschulung grob
dokumentiert.
e) Bei Bedarf: Runder Tisch mit Eltern, Kiga, versch. außerschulische Dienste und
Institutionen, Koop-Lehrerin

3. Begleitung zurückgestellter Kinder

Zurückgestellte Kinder werden aus verschiedenen Orten an einem zentralen Ort (dieses Jahr Neulingen) betreut und auf die Schule vorbereitet.
Mit der dortigen Lehrkraft findet ein regelmäßiger Austausch statt.
Zurückgestellte Kinder, die nicht für diese Gruppe angemeldet wurden, erhalten eine besondere Beobachtung durch die Koop-Lehrkraft im Kindergarten.


4. Zusammenarbeit Eltern - Kindergarten - Grundschule

a) Die Schule lädt einmal jährlich ein zum gemeinsamen Elternabend zum Thema
„Schulfähigkeit" ein.
b) Es finden Gespräche zwischen Eltern, Erzieherinnen/Team, Kooplehrerin,
einzelne Kinder betreffend statt, mit dem Ziel, die Eltern bei der anstehenden
Einschulungsentscheidung zu begleiten und ggf. eine Empfehlung auszusprechen.
c) Die Sprachförderung in den Tageseinrichtungen beruht auf dem gemeinsam
erstellten Förderplan. Eine Verzahnung mit dem Sprachförderkonzept der
Grundschule wird angestrebt.


5. Die Vorschulkinder lernen die Schule kennen

a) Besuch der Vorschulkinder in der Schule: sie erleben eine Unterrichtsstunde und
eine Hofpause. Außerdem werden sie durch das Schulhaus geführt und dürfen
auch Geschwisterkinder in den verschiedenen Klassen begrüßen.
b) Einladung zu schulischen Projekttagen am Schuljahresende, zum Schulfest oder
bei sonstigen geeigneten Anlässen.


Planung der Kooperation in zeitlicher Abfolge


1. Gespräche Schulleiter - Kooperationslehrerin über Kooperation und Vorbereitung von 2.:  kurz nach den Sommerferien

2. Treffen von Erzieherinnen, Schulleiter und Koop-Lehrerin (Ende September /
Anfang Oktober) möglichst mit einem thematischen Schwerpunkt in der
Schule

Themenschwerpunkte u.a.
a) Rückblick über das vergangene Kooperationsjahr
b) Gespräch über ein vereinbartes Thema, zu dem die Kindergärten praktische Beispiele beitragen, die Schule die Erwartungen deutlich macht. (z.B. Grob-Feinmotorik, Vorgruppe oder Sprachförderung....)
c) Erwartungen, Wünsche, Wege der Zusammenarbeit für dieses Jahr
d) Neuerungen
e) Erfassung der Vorschulkinderzahlen/Gruppengrößen
f) Organisatorisches: Terminabsprachen, Einverständniserklärung der Eltern

3. Kindergartenbesuch der Kooplehrerin (bzw. neu > deren Stellvertreterinnen) in
allen 6 Kindergärten (Kleingruppen zwischen Weihnachts- und Osterferien)

4. Elternabend "Schulfähigkeit" im Januar

5. Einzelgespräche zwischen Eltern, Erzieherinnen/Team, Kooplehrerin
nach Bedarf (zwischen Weihnachts- und Osterferien)

6. Schulanmeldung der Erstklässler mit persönlichem Kennenlernen aller
Schulanfänger beim Schulleiter und evtl. notwendigen Gesprächen mit den
Eltern

7. Weitere Kindergartenbesuche bei speziellen Problemen
(bis zu den Pfingstferien)

8. Schulbesuch der Vorschulkinder (nach Möglichkeit 2 Besuche)

9. Evtl. besondere Begutachtung durch die Beratungslehrerin Frau Möhler

10. Teilnahme der Vorschulkinder an geeigneten Aktivitäten der Schule
z.B.:Kasperletheater "Gesundes Pausenvesper"

 

Evtl. findet nach Bedarf im Feb./März ein weiteres Treffen zwischen Erzieherinnen, Kooplehrerin, Schulleiter + (Lehrerin der Vorgruppe) statt.

 


Anregungen / Beobachtungen für die Feststellung der Grundschulfähigkeit:


1. Körperlicher Bereich:


Grobmotorik:

steht auf einem Bein, hüpft auf einem Bein, prellt, fängt den Ball...

Körperbeherrschung:

kann Bewegungsabläufe gezielt einsetzen, Gleichgewicht halten, balancieren,...

Feinmotorik:

Finger- und Handgeschicklichkeit beim Malen, Basteln, Schneiden, Falten, schwungvolle Linienführung, lockere Stifthaltung, Turmbau mit Bauklötzen...

 


2. Kognitiver Bereich:

 

Wahrnehmung:

Augenfehler, Sehstörung, Farb- oder Formunterscheidung...

Akustische Differenzierungsfähigkeit:

Geräusche erkennen und unterscheiden, klangähnliche Wörter differenzieren, Lieder nachsingen und Rhythmen aufnehmen...

Optische Differenzierungsfähigkeit:

Grundfarben benennen, Muster entdecken und wiedergeben, Einzel-heiten aus einem Bild herausfinden...

Denkfähigkeit:

Neugierde, Fragehaltung, Interesse an Sachen, erkennen von Zusammenhängen und Gesetzmäßigkeiten, ordnet Dinge nach Kriterien, Mengenerfassung...

Sprache:

altersangemessener Wortschatz, kann Erlebnisse schildern, spricht von sich aus wenig/viel, hat Probleme auf Fragen zu antworten, kann die Anweisungen bzw. das Erzählte verstehen, hört nicht zu, spricht undeutlich und leise, erzählt inhaltlich zusammenhanglos, kann die Buchstaben richtig aussprechen, zeigt spezielle Sprachstörungen, kann in Alltagssituationen Dinge sprachlich erfolgreich bewältigen, kann zu Bildern Geschichten erzählen, grammatikalisch richtige Sätze bilden...

 

3. Emotionaler / sozialer Bereich

 

neue, unbekannte Situationen meistern, Belastbarkeit, Ausdauer, Durchhalte-vermögen, Enttäuschungen ertragen können, Zuversicht besitzen, Regeln einhalten, Verhalten in der Gruppe, Konflikte lösen, Kritikfähigkeit...

 

Präsentation zur Schulreife - Bitte durch die Folien klicken