Presseberichte 09/10
„Willkommen im Schwabenländle“ hieß das Projekt von Mareike Scham, Jana Eberlein und Ramona Bonnet (von links). Das Trio wappnete sich stilecht mit Spätzlesschaber, Spätzlespresse und Maultaschen. Foto: FotomomentSpätzle als Prüfungsthema
Neuntklässler der Maulbronner Schule am Silahopp stellen ihre Projekte vor - Nicht jedem Schüler liegt Präsentation
MAULBRONN. Die Neuntklässler der Schule am Silahopp in Maulbronn haben die Ergebnisse ihrer Projektprüfungen der Öffentlichkeit vorgestellt. Auch spontane Entscheidungen und Flexibilität waren gefragt.
PZ - MITARBEITER VOLKER HENKEL
Ramona Bonnet, Jana Eberlein und Mareike Scham konnten ein Lied davon singen. Denn ihre „Kollegin" war kurzfristig ausgefallen. So mussten sie ihr Projekt „Willkommen im Schwabenländle - Eine Annäherung an einen besonderen Volksstamm" zu dritt präsentieren und die Aufgaben der Vierten im Bunde mitübernehmen. Ein wenig ärgerte sich das Trio dann schon über den personellen Engpass, doch hatten sie sich offenbar das richtige Thema ausgesucht. Ganz locker trugen die drei ihr Referat vor - wobei der Klassenraum so voll war, dass einige Besucher stehen mussten. „Viele haben gelacht", sagte Mareike Scham danach. Für Mareike ein Zeichen, dass ihre Ausführungen über das Schwabenländle gut angekommen waren.
Stimmen eingefangen
Literatur hatte das Trio im Vorfeld gewälzt, Rezepte gesammelt und typisch schwäbische Requisiten wie ein Spätzlesschaber und eine Spätzlespresse besorgt. In Interviews hatten sie Stimmen eingefangen, die ein Meinungsbild über die Schwaben bildeten. „Strebsam, ordentlich, sparsam, arbeiten gerne, Häuslesbauer", waren klassische Antworten. In 45 Minuten gingen Ramona, Jana und Mareike auf die schwäbische Küche, den Dialekt sowie auf die Geschichte ein. Klassenlehrerin Andrea Plietzsch zeigte sich mit der Präsentation sehr zufrieden. „Es ist super gelaufen", bilanzierte Mareike Scham.
Vor größerem Publikum
Die öffentliche Vorstellung der elf Projekte wurde nicht bewertet. Im Anschluss an die Projektprüfung vor dem PrüfungsKomittee war sie für Eltern, Angehörige und Interessierte organisiert worden. Die Schüler hatten die Möglichkeit, vor einem größeren Publikum zu sprechen. Das fiel dem ein oder anderen Pennäler allerdings nicht so leicht. „Die Präsentation liegt nicht jedem", sagte Schulleiter Joachim Eichhorn. Umso mehr war die öffentliche Vorstellung dafür
eine gute Übung. Für den Rektor waren „alle Themen für sich spannend". Immer wichtiger werde „das Finden, Ordnen und Sortieren" von Informationen. Eichhorn riet Lehrern dazu, die Medienkompetenz im Unterricht adäquat zu behandeln. „Es geht darum, die vielen Informationen so zu filtern, dass am Ende das Wichtigste hängenbleibt", betonte Eichhorn.